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Studier Furniere

Herstellung von Furnier

Vom Stamm zum Blatt: Wie aus einem gewachsenen Baum ein Furnierpaket wird – und warum jede Schnittart ein anderes Bild ergibt.

Lesezeit 5 Min.

Einkauf und Auswahl

Am Anfang steht der Stamm. Er wird nach Wuchs, Farbe, Astigkeit und Zeichnung bewertet – persönlich, vor Ort. Diese Auswahl entscheidet über die Qualität des späteren Furniers stärker als jeder Produktionsschritt.

Dämpfen und Kochen

Vor dem Messern werden die Stämme in Dämpfgruben erwärmt. Das macht das Holz plastisch und verändert – je nach Dauer und Temperatur – die Farbe. Gedämpfte Buche etwa wird rötlich, ungedämpfte bleibt hell.

Schnittarten

  • —Messern: Ein Messer trennt Blatt für Blatt vom Stammblock – die häufigste Methode für Edelfurniere.
  • —Schälen: Der Stamm rotiert gegen ein feststehendes Messer, es entsteht ein endloses Band.
  • —Sägen: Aufwändig und verlustreich, aber für sehr harte oder empfindliche Hölzer unverzichtbar.

Trocknen und Paketieren

Nach dem Schnitt werden die Blätter auf eine Restfeuchte von etwa 8 bis 12 % getrocknet und in der ursprünglichen Reihenfolge zu Paketen zusammengelegt. Nur so bleibt die Möglichkeit erhalten, aufeinanderfolgende Blätter später zu einem durchgehenden Bild zu fügen.

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